Wir spielen Christer: Die PrinzBlog-Reihenfolge für die ESC-Semifinals 2017 (1)

Seit 2013 wird beim Eurovision Song Contest so wenig wie möglich dem Zufall überlassen – vorallem nicht die Reihenfolge, in der die eingereichten Beiträge der Länder in den Shows starten. Und nachdem die Ukraine sich für 2017 der Hilfe von Christer Björkman bedient, spielen wir PRINZ Blogger also wie im Vorjahr wieder Christer: In welchem Zyklus könnten die Lieder der beiden Kiewer Halbfinals am besten zu Geltung kommen? Los geht’s mit Semifinale 1.

Neun Lieder sind der ersten Hälfte des ersten Habfinales ja bereits zugelost worden. Und wie der Zufall es wollte, trafen sich die PRINZ Blogger am Samstag in Hamburg, um ihr Programm für die kommenden Wochen – vor allem in Kiew – vorzubesprechen. Und wir waren auch bei dem Treffen zu neunt (BennyBenny und Marc konnten leider aus Termingründen nicht, dafür stieß WM zu uns).

Was lag da näher, als zu neunt die neun Starter von Semi1, erste Hälfte, bestmöglich zu sortieren: Lindita (Albanien), DiHaj (Aserbaidschan), Isaiah (Australien), Blanche (Belgien), Norma John (Finnland), Tamara (Georgien), Slavko Kalezić (Montenegro), Salvador Sobral (Portugal) und Robin Bengtsson (Schweden).

OLiver hatte die Porträts der neun auf DIN-A-4-Papier ausgedruckt, und nun sollte zu Beginn erst mal jeder einen „zur eigenen Persönlichkeit passenden ESC-Star“ auswählen, so OLiver. Mir blieb, weil ich zunächst Fotos machte, am Ende nur Lindita übrig… Was auch immer das über mich aussagen mag…

DJ Ohrmeister hat sich für den montenegrinischen Zopf-Meister Slavko entschieden.

Los geht die Diskussion: Womit sollte man das erste Halbfinale eröffnen? Auf jeden Fall nicht mit einer Ballade – so viel ist klar. Damit scheiden Beiträge wie „Blackbird“ und „Amar pelos dois“ definitiv aus, aber auch die Songs aus Georgien und Albanien. Im Grunde bleibt nicht viel Wahl: „I Can’t Go On“, „Skeletons“ oder „Space“. „Slavko kann man nicht an den Anfang stellen, das ist zu geschmacklos“, meint OLiver. Schnell sind sich so gut wie alle einig: Robin muss den Auftakt machen.

Douze Points protestiert nur kurz: „Man kann doch eine Show nicht mit ‚I can’t go on‘ eröffnen!“ (und mit „Don’t Come Easy“ ebenso wenig….) – ich dringe mit dem Gegenvorschlag, „Skeletons“ an den Anfang zu stellen, ebenso wenig durch. Also gut. Schweden auf Startnummer 1. „Wird Christer nie im Leben machen“, kommentiert Salman. Vermutlich nicht. Aber sei’s drum.

OLiver hat zunächst die Idee, dass wir uns mit unseren ESC-Stars aufstellen und nach und nach eine Reihe bilden sollten. Also stellt sich erst mal Peter/Robin ganz nach links. Doch wie machen wir dann weiter? Zügig stellen sich andere daneben, es wird getauscht, es werden Lücken gebildet – und schnell ist klar: So klappt das nicht. Also doch die Zettel auf den Tisch legen und rumschieben…

„Vielleicht sollten wir erst mal die wenigen schnellen Songs auf bestimmten Positionen fixieren – zum Beispiel 1, 5, 7 und 9 – und dann die anderen drumrum basteln?“, schlägt Jan vor.

Gesagt, getan: Robin steht ja schon auf Startplatz 1 fest. Schnell ist auch klar: Die stilistisch ähnlichen Beiträge „Blackbird“ und „Amar pelos dois“ einerseits sowie „Skeletons“ und „City Lights“ andererseits sollten in größerem Abstand voneinander folgen. Setzen wir also Blanche mal auf Startplatz 9. „Skeletons“ sei gar nicht so schnell, wird mir widersprochen – jemand legt DiHaj mal eben direkt neben Robin. Kann das funktionieren? Schnell sind auch Norma John und Salvador entsprechend verteilt – „‚Blackbird‘ als Startnummer 9, wirklich?!?“ – , auch Isaiah und Tamara haben Plätze gefunden.

Wohin nun mit der Montenegro-Disco-Retronummer? Vielleicht auf die 5, und DiHaj doch auf die 7? Ist der Bruch zwischen „Space“ und „Amar pelos dois“ nicht doch zu groß? Und wer soll nun auf Robin „freakin'“ Bengtsson folgen?!? Tamara, werfe ich in die Runde. Lindita, rät Tjabe.

Wir schieben hin und her, diskutieren. Plötzlich liegt auch Salvador mal auf Startnummer 9, direkt nach Tamara. So richtig überzeugt uns das alles noch nicht.

Die ersten geben zu recht zu bedenken, sie hätten das eine oder andere Lied gerade gar nicht im Kopf. Peter zieht sein Tablet hervor und startet auf YouTube einen dort schon hochgeladenen Schnelldurchlauf:

Hilft uns das nun weiter? Wir tun uns besonders schwer mit der georgischen Ballade, wissen nicht so recht, wohin mit DiHaj – und soll man mit Blanche die erste Hälfte abschließen? Slavko auf Startnummer 5 scheint gesetzt bei uns, Robin sowieso, mit dem Ablauf Isiah/Norma John haben wir uns auch angefreundet. So langsam nimmt der Ablauf doch Gestalt an.

1. Robin Bengtsson: I Can’t Go On (Schweden)
2. xxx
3. Isaiah: Don’t Come Easy (Australien)
4. Norma John: Blackbird (Finnland)
5. Slavko Kalezić: Space (Montenegro)
6. xxx
7. Blanche: City Lights (Belgien)
8. xxx
9. Salvador Sobral: Amar pelos dois (Portugal)

Wohin also nun noch mit Lindita, Tamara und DiHaj? Die einen halten „Skeletons“ selbst für Startnummer 2 zu ungewöhnlich, mit so etwas dürfe man dem Zuschauer so früh nicht kommen (ich widerspreche…) – auf Startplatz 6, direkt nach „Space“, passe DiHajs Songs aber ebenso wenig. Lindita und Tamara auf 6 und 8 wären sich zu nahe, wird eingeworfen. Ja, wie denn nun?? Plötzlich werden Salvador und Blanche kurzzeitig wieder Verfügungs- und Verschiebungsmasse.

Es vergeht noch eine Viertelstunde mit Diskussionen und mindestens zwei YouTube-Schnelldurchläufen (des gesamten Semi 1, was uns dazu bringt, DouzePoints als Christer für die zweite Hälfte zu „Hey Mamma“ oder „This Is Love“ für Startplatz 10 zu raten).

Wir nähern uns langsam unserem Ziel. Blanche liegt wieder am Schluss der ersten Hälfte, mit der Kombination Slavko/DiHaj freunden wir uns auch an, und Lindita und Tamara finden auch ihre Plätze. Eigentlich ist kurz vor Schluss nur noch eine Frage offen: Soll die Albanerin auf den angeblichen Todes-Slot oder schieben wir die Georgierin dorthin?

Während Peter den Papier-Robin bereits mit Pralinen verziert (siehe Foto unten), landet Lindita unter allgemeinem Kopfnicken auf Startplatz 2. So, das war’s dann wohl. Ein Blick in die Runde: Passt das so? Ja??

Okay, dann nun also doch das von OLiver von Beginn an angestrebte Bild. Wir stellen uns mit unseren neun ESC-Teilnehmerin in Reih und Glied auf.

Unsere Startreihenfolge für die ersten Hälfte von Semifinale 1 sind also wie folgt aus:

1. Schweden: Robin Bengtsson – I Can’t Go On

2. Albanien: Lindita Halimi – World

3. Australien: Isaiah – Don’t Come Easy

4. Finnland: Norma John – Blackbird

5. Montenegro: Slavko Kalezić – Space

6. Aserbaidschan: DiHaj – Skeletons

7. Portugal: Salvador Sobral – Amar pelos dois

8. Georgien: Tamara Gachechiladze – Keep the Faith

9. Belgien: Blanche – City Lights

 

Damit kann nun „Christer Douze Points“ die zweite Hälfte übernehmen… Ein Backstage-Bericht über die Bloggerkonferenz folgt auch noch.