Željko Joksimović kehrt zurück auf die ESC-Bühne

Im Stundentakt scheinen heute die europäischen TV-Stationen ihre Kandidaten für Baku bekannt zu geben. Die nächsten in der Reihe sind die Serben. Und sie haben sich entschieden, keinen Geringeren als ihren allerersten Vertreter Željko Joksimović erneut in den Ring zu schicken.

Offenbar leidet auch der serbische Sender RTS unter finanziellen Problemen und hat deshalb entschieden, 2012 auf eine Vorentscheidung zu verzichten. Željko wird in Baku ein von ihm selbst geschriebenes Lied, das den Zuschauern im nächsten Jahr vorgestellt wird, vortragen.

Ein unbekannter ist  Joksimović nun wirklich nicht – ganz im Gegenteil. Er ist mit Sicherheit einer der größten Stars auf dem gesamten Balkan mit einer ultralangen Hitliste auf seinem Konto.

Auch beim Eurovision Song Contest hat er sich so manchesmal getummelt. Zunächst 2004, als er als erster Vertreter Serbien-Montenegros mit dem Song „Lane moje“ nach Istanbul reiste, das Halbfinale gewann und im Finale nur knapp dem martialischen Gestampfe aus der Ukraine unterlag:

Zwei Jahre später trat er für Bosnien-Herzegowina an – allerdings nur als Komponist. Hari Mata Hari sang das wunderschöne „Lejla“ in Athen auf einen dritten Platz:

Wiederum zwei Jahre später fand der Eurovision Song Contest in Belgrad statt. Und an der Seite von Jovana Jankovič moderierte Željko das Event. Aber nicht nur das – er hatte auch noch für Jelena Tomašević den serbischen Beitrag „Oro“ geschrieben. Der Song landete allerdings „nur“ auf Platz 6, was für ihn somit die schlechteste Platzierung bei drei Teilnahmen darstellt. Ich glaube, es gibt wohl schwerere Schicksale als dieses….

Ich denke, wenn wir uns diese drei Beispiele anhören, wissen wir, was uns bei seiner vierten Teilnahme in neun Jahren in Baku erwartet: Ein folkloristisch-sphärischer Song mit schwermütigem oder historischem Inhalt, der wahrscheinlich leicht und locker in die Top Ten flattern wird. Na dann – viel Glück!