ESC 2017: Zweite Probe Großbritannien – Setzt Lucie den Aufwärtstrend fort?

Nach der Probe von Levina geht es weiter mit Großbritannien. In der ersten Probe konnte das UK vor allem durch das Bühnenbild und Lucies starke Stimme überzeugen und stieg deutlich in den Wettquoten. Hier gibt es Informationen zur zweiten Probe und zur Pressekonferenz des UK.

Lucie startet im Finale in der zweiten Hälfte.

Lucie sieht wieder zauberhaft aus. Passend zum Gesamtauftritt hat sie diesmal ein goldenes Kleid an und die Haare offen über die Schultern hängen. In der ersten Einstellung sieht man sie dreifach: Sie wird doppelt auf die riesige „Valentina Monetta Gedächtnismuschel“ im Hintergrund gespiegelt. Sie singt sehr selbstbewusst und ruhig. Stimmlich ist die gelernte Musicalsängerin einwandfrei, wahrscheinlich sogar eine der stärksten Stimmen im diesjährigen Wettbewerb.

Auf der Muschel werden jede Menge Goldelemente dargestellt. Beim Refrain gibt es regelrecht eine Explosion, ähnlich wie ein Meteoritenregen. Es sieht toll aus und passt zum Song. Als Lucie zum letzten Refrain ansetzt, springen die Engländer im Pressezentrum spontan auf und es gibt Standing Ovations. Wann hat man das schon das letzte Mal bei UK erlebt?

Oh mein Gott…im letzten Durchgang wird das sogar noch durch Pyroeffekte gesteigert. Man muss schon sagen eine deutliche Steigerung zu allem, was UK beim ESC in den letzten Jahren geboten hat. Ich war ja bei der britischen Vorentscheidung vor Ort und fand das Lied anfangs recht fad. Durch den Revamp hat es sich deutlich verbessert, mit der Bühnenpräsentation hat man visuell noch das Beste aus dem Song rausgeholt.

Die Kollegen von Wiwibloggs sagen es müsste eine Top 10 wenn nicht sogar Top 5 Platzierung werden. Lassen wir erstmal die Kirche im Dorf, aber von den Big 5 ist es mittlerweile vom Gesamtpaket auch meine Nummer 2 hinter Italien.

 

In der Pressekonferenz sagt Lucie, dass sie bisher leider noch nicht soviel Zeit für Sightseeing in Kiew hatte. Sie hat auch noch nicht „local food“ bisher gegessen.

Mit ihrer Probe ist sie heute sehr zufrieden. Sie sagt sie war nicht mehr so aufgeregt wie beim ersten Mal und konnte ihre Zeit auf der Bühne einfach genießen.

Lucie erzählt, dass ihre Musicalerfahrung sie sehr zugute kommt: Für sie macht es keinen Unterschied, ob sie vor 500 Menschen oder Millionen von Menschen auftritt. Sie gibt immer das Beste, denn im Enddefekt soll es jedem einzelnen Zuschauer gefallen.

Sie wird gefragt wie es dazu kommt,  dass BBC den Wettbewerb jetzt wieder ernster nimmt. Der Delegationsleiter sagt, BBC hat den ESC immer ernst genommen aber viele Fehler in den letzten Jahren gemacht. Aus den Fehlern hätte man aber versucht zu lernen und ist sehr zufrieden über den diesjährigen Beitrag.

Emmelie de Forest ist die Songwriterin von ihrem Song. Lucie sagt sie erhält große Unterstützung von ihr. Sie war live bei der britischen Vorentscheidung dabei und sie haben auch jetzt ständig Kontakt über Facebook. Emelie drückt ganz fest die Daumen.

Lucie Jones singt ihren Beitrag a capella. Danach greift sie in die Loskugel:

Großbritannien startet in der zweiten Hälfte des Grand Finals.