Zweiter Anlauf: Julia Samoylova singt 2018 „I Won’t Break“ für Russland

Dass Julia Samoylova Russland beim Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon vertreten wird, war schon länger bekannt. Nun wurde auch ihr Song „I Won’t Break“ vorgestellt. Eine Aufarbeitung ihrer Erlebnisse aus dem vergangenen Jahr?

Kurzer Rückblick: Bereits im vergangenen Jahr sollte Julia für Russland am ESC teilnehmen. Das Gastgeberland Ukraine verweigerte der Russin aber die Einreise – und damit konnte sie auch ihren Song „Flame Is Burning“ nicht zur Aufführung bringen. Russland zog sich daraufhin aus dem Wettbewerb zurück und kündigte aber sogleich an, dass Julia dann eben im kommenden Jahr an den Start gehen werde. Gesagt, getan.

 Julia Samoylova – Flame Is Burning

 

In diesem Jahr singt Julia Samoylova nun als „I Won’t Break“. In Sachen ESC-Teilnahme hat sie sich zumindest nicht geschlagen gegeben, aber ob das jetzt wirklich mit dem Song gemeint ist, lässt sich aufgrund der äußerst unspezifischen Phrasen des Songtextes leider nicht beantworten. Vielleicht geht es um die Liebe, vielleicht um ihr Leben im Allgemeinen.

Auch musikalisch verliert der Song sich in balladesquer Langeweile und kommt über drei Minuten nicht wirklich in Schwung, aber auch das Gefühl kommt – zumindest bei mir – gar nicht an. Überhaupt könnte ich an dieser Stelle 1:1 meine Bewertung aus dem Songcheck von „Flame Is Burning“ copy und pasten: Julias Englisch, das Autotuning im Refrain und der Kitsch. Wirklich schade, ich habe insgeheim gehofft, dass „Flame Is Burning“ letztes Jahr nur ausgewählt wurde, weil eh schon klar war, dass die russische Delegation nicht nach Kiew reisen wird, und Julia in diesem Jahr jetzt mit einem Kracher aufwartet. Dem ist leider nicht so.

Die Ähnlichkeit der Songs ist übrigens keine Überraschung, da beide von demselben Team geschrieben wurden: Leonid Gutkin, Netta Nimrodi und Arie Burshtein. Leonid Gutkin hat bereits „What If“ von Dina Garipova (RUS 2013) und „A Million Voices“ von Polina Gagarina (RUS 2015) sowie „Falling Stars“ von Lidita Isac (MDA 2016) mitgeschrieben.

Bleibt nur die Frage: Könnte es sein, dass Russland diesmal tatsächlich den Finaleinzug verpasst?

 Julia Samoylova – I Won’t Break

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